08. November 2010

Kalibrierter 3D-Flächensensor für die industrielle Bildverarbeitung

Optischer 3D-Sensor auf Basis der digitalen Streifenlichtprojektion + vom Hersteller metrisch kalibriert + Ausgabeformate: 3D-Punktwolke oder grauwertcodiertes Höhenbild + GeniCamTL kompatibel + verschraubbare Standard-Industrie-Steckverbinder + IP65 Schutzklasse


Mannheim. Mit dem AreaScan3D stellt der deutsche Kamerahersteller VRmagic auf der VISION 2010 einen 3D-Flächensensor vor, der fertig berechnete 3D-Datensätze für die industrielle Bildverarbeitung liefert. Der Sensor gibt die erfassten 3D-Daten über die Industrial Ethernet Schnittstelle direkt als Punktwolke oder als metrisch skaliertes, grauwertcodiertes Höhenbild – einer sogenannten Rangemap oder auch 2,5-D-Bild – an den Auswerterechner aus. Da der AreaScan3D über einen GenICam-Transportlayer (GenTL) angesprochen wird, ist er kompatibel mit Common Vision Blox, HALCON und allen gängigen Bildverarbeitungsbibliotheken.

 

Der AreaScan3D kann über die Industrial Ethernet-Schnittstelle in industrielle Fertigungsanlagen integriert werden. Der Sensor verfügt über ein robustes Metallgehäuse mit IP65 Schutzklasse und als verschraubbare Standard-Industrie-Steckverbinder einen 24 V Anschluss, Ethernet sowie Hardware- und Softwaretrigger.

 

Der AreaScan3D ist mit Messfeldern von wenigen Quadratmillimetern bis zu einem Quadratmeter verfügbar, wobei die garantierte Genauigkeit messfeldabhängig vom Submikrometer- bis in den Millimeterbereich liegt. Streifenprojektion, Bildaufnahme und die Generierung der Punktwolke erfolgen integriert auf Basis einer intelligenten Kamera von VRmagic. Der DLP Pico Projektor von Texas Instruments und die Kamera laufen synchronisiert mit einer Frequenz von 60 Hz. Diese Lösung ermöglicht Messzeiten unter einer Sekunde. Die Ausgabe einer Punktwolke ist derzeit mit 360.000 Einzelpunkten möglich.

 

„Mit dem AreaScan3D bieten wir einen fertig kalibrierten 3D-Flächenscanner an, der Inspektionsaufgaben zu Lage und Vollständigkeit oder für den Soll-Ist-Vergleich deutlich optimieren kann.“, so Oliver Menken, Vertriebsleiter bei VRmagic.

 

Gegenüber der klassischen 2D-Bild­verarbeitung ermöglicht die optische 3D-Messung mit Streifenlichtprojektion effizientere und robustere Prüfverfahren bei Inspektionsobjekten mit geringem Kontrast oder ungünstigen Lichtverhältnissen. So hat beispielsweise die Materialfarbe keinen Einfluss auf die Messgenauigkeit. Maximale Fremdlich­tstabilität ist durch den Einsatz einer farbigen LED und eines Bandpassfilters gewährleistet.

 

Den Exklusivvertrieb für den AreaScan3D in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich und der Schweiz sowie in Südkorea und Taiwan wird Stemmer Imaging übernehmen.