Intelligente Multisensor-Kamera mit Linux-Betriebssystem
VRmagic stellt auf der VISION 2010 eine frei programmierbare intelligente Kamera mit bis zu vier externen Sensoren vor
Mannheim. Der deutsche Kamerahersteller VRmagic präsentiert auf der VISION 2010 in Stuttgart eine intelligente, frei programmierbare Multisensor-Kamera, die mit eigenem Linux-Betriebssystem völlig autark auch komplexe Bildverarbeitungsaufgaben übernehmen kann. Bis zu vier externe Sensoren können über Flex-Foil-Kabel mit LVDS-Übertragung an die zentrale Verarbeitungseinheit der Kamera angeschlossen werden. Damit sind pixelsynchrone Aufnahmen aus mehreren Positionen möglich, wie es beispielsweise bei 3D-Rekonstruktionen von bewegten Objekten erforderlich ist.
Das Standard-Debian-Linux-Betriebssystem bietet Entwicklern eine offene Plattform, um eigene Applikationen zu programmieren und über Cross-Compiler auf die Kamera zu übertragen. Host-System und Kamera verfügen über die gleiche API. Mit dem DaVinci Prozessor von Texas Instruments enthält die Kamera einen 300 MHz ARM9-Prozessor, auf dem das Linux-Betriebssystem läuft, und einen 600 MHz DSP mit 4800 MIPs, der komplett für Bildverarbeitungsaufgaben zur Verfügung steht. Die Kameras sind mit 256 MB RAM und einem 512 MB Flash-Baustein ausgestattet. Unterstützte Schnittstellen sind Ethernet, USB 2.0 Host, RS232 und General Purpose I/O, Analog-Video Ausgang sowie optional CAN-Bus und PROFIBUS.
Die frei positionierbaren, externen Sensorplatinen sind nur 28x19 mm groß. Die CMOS-Sensoren mit Global Shutter sind in monochrom oder Farbe erhältlich. Die Koordinierung der Bilddaten erfolgt auf einem FPGA-Baustein mit 256 MB RAM.

